Sportstipendium - Der Weg in die MLS

 Bildnachweis: Flickr

Immer mehr Scouts suchen nach Talenten in der amerikanischen Profiliga MLS, doch wie kommt es zu dieser Entwicklung, und wie funktioniert die MLS? Die MLS auch bekannt als “Major League Soccer” ist die höchste Spielklasse in den USA und besteht aus 18 Fußballmannschaften. Im Gegensatz zu den europäischen Fußballligen wird die MLS nicht vom Fußballverband des Landes bestimmt, sondern ist eigenständig. Die Besitzer der MLS Teams sind automatisch Anteilseigner in der MLS und haben somit ein hohes Mitspracherecht. Bekommt ein Spieler bei einem der 18 Vereine in der MLS einen der begehrten Profiverträge, schließt dieser eine Vereinbarung mit der „Major League Soccer“ ab, und nicht mit seinem Verein. Die MLS regelt z.B. die Finanzen der einzelnen Mannschaften und legt u.a. eine Gehaltsobergrenze „Salary Cap“ fest. Auf diese Weise soll ein hoher Verlust bei einzelnen Teams vermieden werden. Eine zwiespältige Ausnahme bildet hier die „Designated Player Rule“ bei der Gehälter über die Gehaltsobergrenze von 335,000 Dollar pro Jahr ausgegeben werden können. Jedes Team in der MLS hat zwei Plätze um Fußballprofis durch die „Designated Player Rule“ zu verpflichten. 
 
Hier sind einige Beispiele:

  • David Beckham 6,500,000 Millionen Dollar (Los Angeles Galaxy)
  • Julian De Guzman 1,700,000 Millionen Dollar (Toronto FC)
  • Landon Donovan 2,100,000 Millionen Dollar (Los Angeles Galaxy)
  • Thierry Henry 5,600,000 Millionen Dollar (New York Red Bulls)
  • Rafael Marquez 5,560,000 Millionen Dollar (New York Red Bulls)

 
Was Spieler aus Deutschland über die MLS wissen sollten:

Jede MLS Mannschaft verfügt über ein maximales Kader von 30 Spielern. Es gibt jedes Jahr 144 Plätze für internationale Spieler die durch 18 Teams geteilt werden. Jedes Team darf also mindestens 8 internationale Spieler verpflichten. Alle Teams in der MLS haben das Recht über die internationale Plätze frei zu bestimmen, und dürfen diese sogar zum Verkauf an andere Teams anbieten.
 
Gehalt:
Die Gehälter der Spieler müssen natürlich verhandelt werden. Die MLS hat einen Mindestlohn welcher zum Schutz für Spieler aus dem College dient. College Spieler kennen sich im System der MLS nicht ausreichen aus, da die im College keinen Berater haben dürfen, denn sonst droht ihnen ein Verlust des Stipendiums. 
 

  • MLS Spieler die zwischen 1-24 klassifiziert werden verdienen einen  Mindestlohn von 42,000 Dollar pro Jahr in 2011.
  • MLS Spieler die zwischen 25-30 klassifiziert werden verdienen einen Mindestlohn von 32,600 Dollar pro Jahr in 2011.

 
Bekannte Profis in der MLS aus Deutschland:

  • Thorsten Frings
  • Frank Rost

 
Welcher Weg führt in die MLS:

Die meisten Spieler in der MLS kommen aus dem College. In den USA kann man einen großen Teil seiner Studienkosten durch ein Sportstipendium finanzieren. Sportstipendien ziehen jährlich viele Bewerber aus Brasilien, Argentinien, Mexico, England, Schweden, Frankreich, und Deutschland in die USA. Die durch ein Sportstipendium eingekauften Talente können somit ihre Fähigkeiten im Dienst der Universitätsmannschaften unter Beweis stellen. Scouts aus der MLS schauen sich die Wettbewerbe der Universitätsmannschaften genau an, und suchen nach potentiellen Spitzenspielern für ihre Mannschaften. "Warum sollen wir international einkaufen, wenn wir im eigenen Land so viele gute Spieler haben" so ein Scout aus der MLS. Spieler die in Deutschland mindestens auf hohem Oberliga-Niveau spielen, und sich in den USA enorm steigern, haben die besten Karten auf einen Profivertrag nach dem Studium. Fast nichts erinnert daran, dass man nur als Amateursportler ein Sportstipendium erhalten darf, so ein College-Spieler. Die besten Teams verfügen über 3 Trainer, Physiotherapeuten, Fitnesstrainer, und haben eine Infrastruktur die man sich teilweise in den besseren Ligen in Europa wünscht. Man sollte sich jedoch keine falschen Hoffnungen machen in der MLS zu starten wenn man nicht außergewöhnlich talentiert ist. Es gibt in Deutschland so viele talentierte Spieler die von einer Profikarriere träumen, aber für die Wenigsten geht dieser Traum in Erfüllung. Nach unserer Einschätzung ist College-Sport das Beste was einem Sportler passieren kann, und die beste Alternative zum Profisport. Amateurspieler aus den Verbands-, Ober-, und Regionalligen haben die besten Karten um an einem College in den USA zu starten. In den USA ist es wirklich leicht Bildung und Sport auf dem höchsten Niveau zu verbinden. Jeder Spieler der in die USA geht sollte in erster Linie an seine Bildung und Zukunft denken, wenn man es als Profi schafft - super; falls nicht, hat man einen Abschluss in der Tasche und kann eine zweite Karriere starten.