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Vom College zur Weltranglisten #64: Interview mit Peter Luczak

Im Rahmen unserer Interviewreihe mit Sportlern die den Sprung vom Universitäts- zum Profisport geschafft haben, sprachen wir mit Peter Luczak, ehemaliger College Tennisspieler und heute erfolgreicher...

09.09.2015

Steven Lenhart

Im Rahmen unserer Interviewreihe mit Sportlern die den Sprung vom Universitäts- zum Profisport geschafft haben, unterhielten wir uns mit Steven Lenhart, einem ehemaligen College Fußballspieler, der sein Studium mit einem Sportstipendium finanzierte, und heute Profisportler in der MLS (Major League Soccer) ist.

"Meine College-Erfahrung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich heute Profi bin."

Steven, in 2008 hast du dein Studium abgeschlossen und wurdest direkt in die MLS übernommen. Wie ist es für dich auf so hohem Niveau zu spielen und wie gut hat dich College-Fußball auf eine professionelle Karriere vorbereitet?

In der MLS zu spielen ist grossartig. Es macht mir viel Spaß, mich als Spieler zu verbessern, von Spielern wie Guillermo Barros Schelotto zu lernen und die Welt zu bereisen. Meine College-Erfahrung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich heute Profi bin. Ich habe mich unter Coach Phil Wolf weiter entwickelt, und wirklich gelernt ein besserer Spieler und Teamkollege zu sein. Die Zeit im College war die beste Zeit meines Lebens.

Was waren die größten Herausforderungen für dich während der College-Zeit?

Im College musste ich erstmal herausfinden wer ich wirklich bin, und hatte vor allem sehr viel Spaß. Es hat erstmal gedauert bis ich eine gute Balance gefunden habe mir die Zeit richtig einzuteilen. Diese Herausforderung habe ich irgendwann gemeistert und habe mich voll aufs Studium und den Sport konzentriert.

War es leicht für dich Vorlesungsplan, Training und Wettbewerb unter einen Hut zu bringen?

Ich musste erstmal meinen Alltag mit vielen Vorlesungen, dem Training und meinen Freunden gut zu organisieren, das hat aber nicht lange gedauert. Wenn man fleißig in der Uni ist, hat man auch genug Zeit sich auf den Sport zu konzentrieren.

Du hast im College mit europäischen Fußballspielern zusammen gewohnt und trainiert. Kannst du ein bisschen von deiner Erfahrung berichten?

Die Zeit mit meinen europäischen Mitbewohnern war unvergesslich. Ich habe viel über ihre Kultur und Art und Weise gelernt. Ich konnte ihnen ein bisschen beibringen lockerer zu werden, und nicht immer so angespannt zu sein. Im Leben gibt es noch viel mehr als nur Fußball. Ich war neulich Trauzeuge bei der Hochzeit meines deutschen Mitbewohners, wir sind Freunde fürs Leben.

Viele europäische Spieler machen sich Sorgen, dass ihre Karriere nach dem College vorbei sein könnte. Teilst du diese Meinung?

Ich wollte eigentlich nie professionell Fußball spielen, es war also eine große Überraschung als der Anruf kam. Das bedeutet, dass mich die Zeit im College richtig für eine Karriere im Fußball vorbereitet hat, denn ich hätte nie gedacht, dass ich eine Chance habe.

Welche Ziele hast du in Bezug auf deine Fußballkarriere anvisiert?

Meine Ziele schweben momentan etwas in der Luft. Ich würde sehr gern die Erfahrung machen, irgendwo international zu spielen. Ich weiß, dass es möglich ist. Es wäre auch schön mal mit dem U.S. Nationalteam spielen zu dürfen.

Was kannst du jungen motivierten Spielern raten, die darüber nachdenken in den USA zu studieren?

Wenn ihr denkt, dass durch das Studium eure Karriere als Fußballprofi vorbei sein könnte, liegt ihr falsch. In erster Linie wird die Zeit im College euer Leben verändern. Ihr werdet als Mensch wachsen, und wenn das Programm gut ist – auch als Spieler. Ihr müsst sicher gehen, dass die Schule, an die ihr gehen wollt, ein solides Team und einen guten Coach hat. Dann werdet ihr die Zeit einfach genießen. Lasst euch von niemandem den Spaß verderben.

21.02.2014

Eine Studie der Spielergewerkschaft VDV hat ergeben, dass viele Fußballprofis für die Zeit nach der Karriere nicht abgesichert sind. Demnach würden 90 Prozent der Profis auf eine Stelle im Fußball spekulieren, obwohl die Branche nur sehr wenige zur Verfügung stellt. 75 Prozent seien nach der Karriere ohne berufliche Qualifikation, 25 Prozent wären dauerhaft arbeitslos – und nur zehn Prozent hätten finanziell ausgesorgt! Zudem ergebe sich eine Diskrepanz zwischen der Schulbildung und der beruflichen Qualifikation von Fußballprofis in Deutschland. Bei der Befragung gaben ca. 55 Prozent an, über das Abitur oder die Fachhochschulreife zu verfügen. Knapp ein Drittel der Teilnehmer hätten einen Realschulabschluss und zwei Prozent der Befragten hätten einen Hauptschulabschluss. In Zusammenarbeit mit der FH Koblenz wurden insgesamt 213 Profis bei der Studie befragt. Lediglich nur fünf Prozent könnten ein abgeschlossenes Studium Vorweisen.

Besonders auffällig sei laut VDV der Zusammenhang zwischen Ligazugehörigkeit und Qualifikationsniveau: Je tiefer die Liga, desto höher die berufliche Qualifikation. Diese Hypothese lässt vermuten, dass die Vereinbarkeit von Profisport und beruflicher Ausbildung oder Studium vom Aufwand im Sport abhängig ist.

"Je tiefer die Liga, desto höher die berufliche Qualifikation."

Natürlich können durchaus auch andere Gründe eine große Rolle spielen, wie zum Beispiel mangelnde Aufklärung oder Unterstützung bei der Karriereplanung. Während der Zeit als Profi-Sportler verdienen viele Sportler ein überdurchschnittlich hohes Gehalt und können auch in unteren Ligen sehr gut ihren Lebensunterhalt bestreiten. Allerdings wird von den Profis auch viel erwartet und nur wenige deutsche Vereine kooperieren mit Universitäten.  Da stellt sich die Frage, ob man dem deutschen Spitzensportler nun empfehlen muss in unteren Ligen zu spielen, um eine bessere Berufsaussicht zu haben? Wenn das Gehalt nicht hoch genug ist, dass es bis zum Lebensende reicht. Der Abbruch der sportlichen Karriere wäre ein durchaus nachvollziehbarer Entschluss. Obwohl sportartunabhängig Wettkampferfolge durchaus Früchte tragen und wie beispielsweise Olympiasieger monatlich deutlich mehr verdienen als Sportler, die den Titel „Deutscher Meister“ tragen, erscheint ein Bachelor-Abschluss, der ein im Schnitt ein Jahreseinstiegsgehalt von etwa 36.000 Euro Brutto erwarten lässt, vielen Profis perspektivisch sicherer. Nebenbei bemerkt stehen Bachelor-Absolventen finanziell oft nicht schlechter da als Studenten mit einem Master-Abschluss. Den zusätzlichen Zeitaufwand für die Spezialisierung sollte man sich gut überlegen, da laut einer aktuellen Untersuchung in 85% der Unternehmen damit jedes Karriereziel erreicht und der Master auch später berufsbegleitend und zielorientiert absolviert werden kann.

Leider ist ein zeitgleiches Präsenzstudium in Deutschland fast unmöglich, da die Strukturen gegen eine duale Karriere aus Sport und Studium sprechen. Das System deutscher Universitäten kann durchaus als spitzensportfeindlich bezeichnet werden, da die Athleten aufgrund von Überschneidungen von Prüfungen und Wettkämpfen Extrasemester absolvieren müssen und ihr Studium nicht innerhalb der Regelstudienzeit abschließen können. Viele Athleten entscheiden sich früher oder später daher für ihre berufliche Karriere.

Eine Möglichkeit Studium und Sport auf höchstem Niveau unter einen Hut zu bringen ist ein Studium in den Vereinigten Staaten. Mit einem soliden Sportstipendium ausgestattet, nehmen Sportler für die Universitäten an Wettkämpfen teil und können sich gleichzeitig auf ihr Studium konzentrieren, ohne akademisch oder sportliche Kompromisse. Sportler werden durch einen umfangreichen Trainerstab und Ärzteteam bestens betreut, Stunden- und Trainingspläne sind perfekt aufeinander abgestimmt. Die Trainer legen dabei nicht nur Wert auf die sportliche Ausbildung, sondern behalten auch die akademische Entwicklung im Blickfeld und falls notwendig, wird den Sportlern noch Nachhilfe gestellt. Der akademischen Abschluss schafft dann eine wichtige Grundlage für die Zukunft nach der Sportkarriere. Dass ein Studium oder berufliche Erfahrung im Ausland als nicht zu unterschätzendes Einstellungskriterium in vielen Unternehmen gilt ist nicht von der Hand zu weisen. Sportler müssen auf diesem Weg die in ihrer Sportart gesteckten Ziele und Träume nicht vorzeitig aufgeben und haben dennoch für die Zeit nach ihrer Sportkarriere vorgesorgt.

19.07.2012

Während eine professionelle Frauen-Fußball-Liga in den USA ein paar Mal gestoppt und gestartet wurde, wächst der Pool an herausragenden Teams und Spielerinnen an US-Colleges weiterhin. Junge Mädchen, die bei den vergangenen Weltmeisterschaften die Teams der USA anfeuerten, haben nun das Hochschulalter erreicht.

Spielerinnen, die in ein Fußballteam an einer der über 200 Division I Schulen aufgenommen werden, können damit rechnen, dass sie ein umfangreiches Stipendium erhalten. Im Gegenzug wird jedoch erwartet, dass sie dem Training und ihrem Team hunderte von Stunden widmen.

"Gesamte Investitionszeit für den Spieler? In etwa 1.000 Stunden pro Jahr (drei Stunden pro Tag)."

Millionen amerikanischer Spielerinnen sind mit dem Sport aufgewachsen und haben durch die Titel IX Gesetzgebung (welche gleiche Sportmöglichkeiten für Frauen an amerikanischen Universitäten garantiert) die Chance auf ein Stipendium erhalten. Der Wettbewerb um die begehrten Plätze in einem der top Teams hat sich dementsprechend verschärft und die Anforderungen an Sportler und somit die Spielstärke der Frauen-Teams, ist in den letzten Jahren enorm in die Höhe geschnellt. Ein Blick auf den Trainingsplan eines Top-Programms zeigt Folgendes:

  • In der Vorsaison: 3 Stunden pro Trainingstag
  • In der Saison: 1,5 Stunden pro Trainingstag + 2 Stunden Gewichtheben pro Woche + 2 Spiele pro Woche  (Freitags und Sonntags, oft zu Auswärtsspielen)
  • Außerhalb der Saison: 8 Stunden Training pro Woche (dazu 2 Stunden Gewichtheben)

In der Regel nehmen die Teams an ungefähr 16 Spielen, sowie zusätzlich an Verbandsturnieren und  den sogenannten Nationals teil, für das sich die besten 64 Teams qualifizieren und das seinen Höhepunkt im Dezember hat. Die Spielsaison dauert von Ende August bis November, allerdings werden in der Regel am ersten Wochenende im Dezember die Nationals gespielt, insofern sich die Teams dafür qualifizieren. Die gesamte Investitionszeit für den Spieler? In etwa 1.000 Stunden pro Jahr (3 Stunden pro Tag). Wenn man nicht bereit ist, 3 Stunden pro Tag in seine Fußball-Karriere zu investieren, dann sollte man nicht versuchen, für eins der top Collge-Teams zu spielen.
Wenn man es jedoch mit dem Spiel ernst meint, dann kann College-Fußball genau das Richtige sein. Mit dem wohl besten Pool an Nachwuchsspieler der ganzen Welt zu trainieren und zu spielen hebt das eigene Niveau innerhalb kürzester Zeit enorm. Die hohe Anzahl von Spielen bringt Fußballlerinnen die nötige Spielerfahrung, in Stadien, die bis zu 6.000 Besucher fassen. College-Spielerrinnen werden von einem großen Team betreut, dies beinhaltet in der Regel Cheftrainer, zwei oder mehr Co-Trainer, einen Physiotherapeuten, mehrere Praktikanten, einen Arzt sowie zwei oder mehr Manager. Die Top Damen-Teams sind aus zwei Gründen in der Lage, soviel Personal zu beschäftigen:

1) Frauen-Fußball ist an vielen Schulen eine grosse Attraktion und erhält schon über die Eintrittsgeldern gute Einnahmen;
2) die meisten der Top-Teams sind an Schulen mit herausragenden American Football Teams, welche Millionen in das Budget der Sportabteilung bringen.

Die fünf besten Teams im Frauenfußball waren zum Abschluss der Saison 2011: Stanford (Palo Alto, CA), Duke (Durkam, NC), Florida State (Tallahassee, FL), Wake Forest (Winston-Salem, NC) und Oklahoma State (Stillwater, OK). Jede Region der USA war vertreten was zeigt, dass die Spielstärke der Teams sich in der Breite hebt, nicht mehr ist alles Talent nur an der University of North Carolina gebündelt, die früher fast jedes Jahr die Meisterschaft gewann.

Es ist zu beobachten, dass einige Division I - Schulen Sportarten aufgrund reduzierter staatlicher Förderungen und einer allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung in den USA einstellen mussten. Dabei steht der Frauen-Fußball in fast keinem Fall auf der Schlachtbank, was eine gute Nachricht für potenzielle Spieler ist. Die größten Einschnitte fanden bei den Männer-Teams im Ringen, in der Leichtathletik, und im Schwimmen statt.

Neben dem anspruchsvollen sportlichen Programm sein Studium innerhalb der Regelstudienzeit abzuschließen erfordert vollen Einsatz. Viele College-Sportler besuchen zusätzlich in den Sommerferien Kurse, um ihr Studium schnellstmöglich abzuschließen. Alle College Sportler werden für den Sport nur vier Jahre zugelassen, es sei denn, dass eine Verletzung den Spieler für einen erheblichen Teil des Jahres auf die Wartebank bringt.

Auch wenn man nach dem Studium nicht mehr in einer Profiliga spielt, hat man mit einem international anerkannten Abschluss für eine zukünftige Karriere vorgesorgt und viele gute Kontakte in den USA geknüpft.

08.11.2011

 Bildnachweis: Flickr

Immer mehr Scouts suchen nach Talenten in der amerikanischen Profiliga MLS, doch wie kommt es zu dieser Entwicklung, und wie funktioniert die MLS? Die MLS auch bekannt als “Major League Soccer” ist die höchste Spielklasse in den USA und besteht aus 18 Fußballmannschaften. Im Gegensatz zu den europäischen Fußballligen wird die MLS nicht vom Fußballverband des Landes bestimmt, sondern ist eigenständig. Die Besitzer der MLS Teams sind automatisch Anteilseigner in der MLS und haben somit ein hohes Mitspracherecht. Bekommt ein Spieler bei einem der 18 Vereine in der MLS einen der begehrten Profiverträge, schließt dieser eine Vereinbarung mit der „Major League Soccer“ ab, und nicht mit seinem Verein. Die MLS regelt z.B. die Finanzen der einzelnen Mannschaften und legt u.a. eine Gehaltsobergrenze „Salary Cap“ fest. Auf diese Weise soll ein hoher Verlust bei einzelnen Teams vermieden werden. Eine zwiespältige Ausnahme bildet hier die „Designated Player Rule“ bei der Gehälter über die Gehaltsobergrenze von 335,000 Dollar pro Jahr ausgegeben werden können. Jedes Team in der MLS hat zwei Plätze um Fußballprofis durch die „Designated Player Rule“ zu verpflichten. 
 
Hier sind einige Beispiele:

  • David Beckham 6,500,000 Millionen Dollar (Los Angeles Galaxy)
  • Julian De Guzman 1,700,000 Millionen Dollar (Toronto FC)
  • Landon Donovan 2,100,000 Millionen Dollar (Los Angeles Galaxy)
  • Thierry Henry 5,600,000 Millionen Dollar (New York Red Bulls)
  • Rafael Marquez 5,560,000 Millionen Dollar (New York Red Bulls)

 
Was Spieler aus Deutschland über die MLS wissen sollten:

Jede MLS Mannschaft verfügt über ein maximales Kader von 30 Spielern. Es gibt jedes Jahr 144 Plätze für internationale Spieler die durch 18 Teams geteilt werden. Jedes Team darf also mindestens 8 internationale Spieler verpflichten. Alle Teams in der MLS haben das Recht über die internationale Plätze frei zu bestimmen, und dürfen diese sogar zum Verkauf an andere Teams anbieten.
 
Gehalt:
Die Gehälter der Spieler müssen natürlich verhandelt werden. Die MLS hat einen Mindestlohn welcher zum Schutz für Spieler aus dem College dient. College Spieler kennen sich im System der MLS nicht ausreichen aus, da die im College keinen Berater haben dürfen, denn sonst droht ihnen ein Verlust des Stipendiums. 
 

  • MLS Spieler die zwischen 1-24 klassifiziert werden verdienen einen  Mindestlohn von 42,000 Dollar pro Jahr in 2011.
  • MLS Spieler die zwischen 25-30 klassifiziert werden verdienen einen Mindestlohn von 32,600 Dollar pro Jahr in 2011.

 
Bekannte Profis in der MLS aus Deutschland:

  • Thorsten Frings
  • Frank Rost

 
Welcher Weg führt in die MLS:

Die meisten Spieler in der MLS kommen aus dem College. In den USA kann man einen großen Teil seiner Studienkosten durch ein Sportstipendium finanzieren. Sportstipendien ziehen jährlich viele Bewerber aus Brasilien, Argentinien, Mexico, England, Schweden, Frankreich, und Deutschland in die USA. Die durch ein Sportstipendium eingekauften Talente können somit ihre Fähigkeiten im Dienst der Universitätsmannschaften unter Beweis stellen. Scouts aus der MLS schauen sich die Wettbewerbe der Universitätsmannschaften genau an, und suchen nach potentiellen Spitzenspielern für ihre Mannschaften. "Warum sollen wir international einkaufen, wenn wir im eigenen Land so viele gute Spieler haben" so ein Scout aus der MLS. Spieler die in Deutschland mindestens auf hohem Oberliga-Niveau spielen, und sich in den USA enorm steigern, haben die besten Karten auf einen Profivertrag nach dem Studium. Fast nichts erinnert daran, dass man nur als Amateursportler ein Sportstipendium erhalten darf, so ein College-Spieler. Die besten Teams verfügen über 3 Trainer, Physiotherapeuten, Fitnesstrainer, und haben eine Infrastruktur die man sich teilweise in den besseren Ligen in Europa wünscht. Man sollte sich jedoch keine falschen Hoffnungen machen in der MLS zu starten wenn man nicht außergewöhnlich talentiert ist. Es gibt in Deutschland so viele talentierte Spieler die von einer Profikarriere träumen, aber für die Wenigsten geht dieser Traum in Erfüllung. Nach unserer Einschätzung ist College-Sport das Beste was einem Sportler passieren kann, und die beste Alternative zum Profisport. Amateurspieler aus den Verbands-, Ober-, und Regionalligen haben die besten Karten um an einem College in den USA zu starten. In den USA ist es wirklich leicht Bildung und Sport auf dem höchsten Niveau zu verbinden. Jeder Spieler der in die USA geht sollte in erster Linie an seine Bildung und Zukunft denken, wenn man es als Profi schafft - super; falls nicht, hat man einen Abschluss in der Tasche und kann eine zweite Karriere starten.

19.08.2011

 

Das Semester hat mittlerweile in den USA begonnen, der Großteil unserer Sportler für dieses Jahr ist bereits unterwegs, und es ist Zeit für einen Rückblick auf die letzte Saison.

Die erste Frage, die sich den meisten Sportlern zu Beginn der Planungsphase stellt ist: "Wie hoch wird mein Sportstipendium ausfallen?". Wichtiger als die Höhe des Sportstipendiums jedoch sind die Kosten, die der Sportler nach Abzug des Sportstipendiums, sowie in vielen Fällen eines akademischen Stipendiums, jährlich zu tragen hat.

Das obige Diagram zeigt welche Kosten (für Studiengebühren, Unterkunft, Verpflegung und Bücher) den von uns in 2011 betreuten Sportlern nach Abzug des Stipendiums jährlich bleiben. Für 70% der Sportler liegen die monatlichen Kosten unter 400 Euro, hierin enthalten sind auch 18% unserer Sportler, für die überhaupt keine Kosten anfallen.

Jedoch sollte man nicht den Fehler begehen das Diagram in gute und schlechte Sportstipendien zu unterteilen. In vielen Fällen mit hohen jährlichen Kosten, handelt es sich um Studenten, die sehr spezifische Vorstellungen bezgl. der Region oder Universität haben, und bereit sind hierfür etwas mehr zu investieren.

Am Ende kann das optimale Sportstipendium nur erzielt werden, wenn akademische und sportliche Vorraussetzungen und Wünsche, zusammen mit der individuellen finanziellen Situation des Sportlers betrachtet werden. Wie auch in der letzten Saison haben wir diese Saison erneut 100% unserer Sportler, die bereit waren den Schritt in die USA zu machen, optimal untergebracht.

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